Infrastruktur im Wandel: Wo neue Radwege Pendeln plötzlich leicht machen - Blog - Deutsche Dienstrad
Zwei Personen fahren nebeneinander mit dem Fahrrad durch eine grüne, sonnige Landschaft.
13. Februar 2026

Infrastruktur im Wandel: Wo neue Radwege Pendeln plötzlich leicht machen

Radschnellwege und gut ausgebaute Pendelrouten sind keine Vision mehr, sondern Alltag – in Metropolen und im Umland. Für Arbeitgeber heißt das: Standorte werden ohne Auto besser erreichbar. Für Mitarbeitende: weniger Stau. Die folgenden fünf Projekte zeigen, wie sich Deutschland gerade neu verknüpft – mit spürbaren Effekten fürs Recruiting, die tägliche Organisation und das Wohlbefinden im Team.

RS1 – Radschnellweg Ruhr: das Rückgrat zwischen Ruhrgebietszentren

Eine frisch asphaltierte Straße mit grüner Markierung verläuft durch ein bewaldetes Gebiet mit kombiniertem Fuß- und Radweg.

Der RS1 ist das große Versprechen der Metropole Ruhr: ein durchgehender Korridor von über 100 Kilometern, der die großen Städte an eine gemeinsame, kreuzungsarme Radachse bindet. Wo der RS1 bereits befahrbar ist, merkt man sofort, was das bringt: Pendelwege werden berechenbar, die Wegequalität ist einheitlich hoch (breit, asphaltiert, gut geführt), und Querungen sind so gestaltet, dass der Fluss erhalten bleibt. Für Unternehmen entlang der Trasse bedeutet das handfeste Vorteile: Mitarbeitende kommen planbarer an, der Bedarf an Pkw-Stellplätzen sinkt, und Bewerberinnen und Bewerber ohne Auto können den Arbeitsplatz realistisch erreichen. Kurz: Der RS1 macht die Region als Arbeitsmarkt zusammenhängender – und Firmenstandorte an der Strecke profitieren zuerst.

Die Facts zur RS1:

  • Strecke: Moers/Duisburg ↔ Hamm
  • Finale Länge: über 100 km 
  • Einzugsgebiet: ~1,65 Mio. Menschen, ~430 000 Arbeitsplätze

FRM1 – Radschnellweg FrankfurtRheinmain1: der Pendler-Shortcut zwischen Frankfurt und Darmstadt

Ein asphaltierter Radweg mit Beschilderung verläuft parallel zu Bahngleisen durch eine grüne Landschaft.

Zwischen Frankfurt und Darmstadt entsteht eine schnelle Nord-Süd-Achse für den Berufsverkehr auf dem Rad. Der FRM1 ist so konzipiert, wie Pendelrouten heute sein müssen: breit, übersichtlich, mit wenigen Stopps und direkter Linienführung über mehrere Kommunen hinweg. Für Beschäftigte wird damit eine Distanz, die mit dem Auto oft im Stau versandet oder mit der S-Bahn im Takt hängt, zur verlässlichen Radstrecke – besonders mit E-Bike. Für Arbeitgeber entlang der Achse (Industriegebiete, Bürocampi, Klinikstandorte) ist das eine Einladung, ohne Parkplatz- und Staustress erreichbar zu sein. Und ja: Auch Kundentermine quer durch den Gürtel lassen sich so von Tür-zu-Tür oft schneller abwickeln als mit jedem anderen Verkehrsmittel.

Die Facts zum FRM1:

  • Strecke: Frankfurt ↔ Darmstadt
  • Finale Länge: 30 km 
  • Einzugsgebiet: 1 Mio. Menschen (geschätzt)

Pendler-Radrouten Rheinland-Pfalz: erst nutzen, dann aufrüsten

Rheinland-Pfalz setzt auf einen pragmatischen Ansatz: Ein Landesnetz aus Pendler-Radrouten (kurz: PRR) verbindet Mittelzentren, Hochschulen, Gewerbegebiete und Bahnhöfe – und viele Kilometer sind bereits nutzbar, weil bestehende Wege zügig auf einen alltagstauglichen Standard gebracht werden. Das Prinzip: erst die funktionale Verbindung herstellen, dann Stück für Stück den Qualitätsstandard angleichen (Breite, Oberfläche, Vorfahrt, Beleuchtung). Für Unternehmen im ländlich geprägten Raum ist das ein Gamechanger: Auf einmal werden Wohnorte, die bisher „zu weit“ oder „nur mit Auto machbar“ wirkten, zuverlässig per Rad erreichbar. Das erleichtert Recruiting jenseits der Großstadtgrenzen – und entlastet Parkflächen dort, wo sie knapp und teuer sind.

Die Facts zu den PRR:

  • Strecke: verschiedene, z.B. Bingen ↔ Mainz
  • Finale Länge: 370 km in 7 Korridoren 
  • Einzugsgebiet: 300.000 Menschen (geschätzt)

Velorouten Stadtregion Münster: 218 km für den Alltag

Die Stadtregion Münster zeigt, wie Umland und City zusammenwachsen können: 14 Velorouten (plus Zubringer und Tangenten) führen aus den Nachbarkommunen direkt auf Münsters Promenade. Die Idee ist nicht „Radweg als Freizeitrunde“, sondern Alltagskorridor: ruhig, direkt, wiedererkennbar beschildert und so geführt, dass man ohne Stress ankommt. Für Unternehmen außerhalb des Cityrings heißt das: Bewerberinnen und Bewerber aus dem Speckgürtel können das Rad realistisch wählen, Azubis erreichen Betrieb und Schule sicher, und spontane Dienstwege in der Stadt gelingen, ohne Parkplatzsuche mitzudenken. Die Velorouten sind damit ein Muster, wie Regionen arbeitsmarktgerecht auf Radmobilität umstellen.

Die Facts zu den Velorouten für Münster:

  • Strecke: Stadtregion Münster
  • Finale Länge: 218 km 
  • Einzugsgebiet: 500.000 Menschen

Nordbahntrasse Wuppertal: Topografie? Entschärft.

Eine einzelne Person fährt bei Sonnenschein mit dem Fahrrad durch eine enge, von Felsen gesäumte Schlucht mit dichter Vegetation.

Wuppertal beweist, dass auch topografisch „schwierige“ Städte radtauglich werden können. Auf der ehemaligen Bahntrasse entstand eine durchgehende, fast steigungsfreie Ost-West-Verbindung mit Tunneln und Viadukten – abseits der lauten Hauptachsen, aber mitten im Leben. Wer die Nordbahntrasse einmal im Berufsverkehr gefahren ist, versteht ihre Wirkung: schnell, sicher, intuitiv und schön. Für Arbeitgeber ist das Gold wert: Der tägliche Weg wird berechenbarer, innerstädtische Termine sind ohne Umwege machbar, und selbst Menschen, die sich „rad-unsicher“ fühlten, finden hier einen klaren Einstieg. 

Die Facts zur Nordbahntrasse Wuppertal:

  • Strecke: Ost-West-Wuppertal
  • Finale Länge: 23 km 
  • Einzugsgebiet: 100.000 Menschen

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